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Die ultimative Checkliste zum Autokauf

Die ultimative Checkliste zum Autokauf

Die ultimative Checkliste zum Autokauf

Neben den 5 Kriterien für den Autokauf, die für das Fahrfrei Konzept beachtet werden sollten, ist es sinnvoll, unabhängig davon einen Autokauf generell nicht nach Bauchgefühl anzugehen, sondern stur nach Checkliste zu arbeiten. Diese Checklisten gibt es in Unmengen. Oft sind sie 5 bis 10 Seiten lang! Wenn ihr trotzdem einen Blick darauf werfen wollt, nutzt gerne das Angebot des ADAC.

Schlimm: Trotz der Länge fehlen meiner Meinung nach relevante Punkte! Beispiele: Das Überprüfen der Windschutzscheibe sowie der Funktionalität von Klimaanlage und Handbremse ist nicht enthalten. Auch das Überprüfen des Zahnriemenalters (wenn vorhanden) sollte auf keinen Fall vergessen werden. Im Reparaturfall oder bei der Hauptuntersuchung möglicherweise vier absolute Kostentreiber. Stattdessen sind teilweise eher banale Punkte enthalten.

Mal ehrlich: Um solche Monster-Checklisten abzuarbeiten, müsste man einen halben Tag investieren. Beim Jahreswagen vom Markenhändler ist das vielleicht noch denkbar. Aber nicht vom privaten Verkäufer oder kleinen markenoffenen Händler. Auch wenn man sich nicht unter Druck setzen lassen sollte, wollen wir effektiv und fair arbeiten. Denn versetze dich in die jeweils andere Rolle: Wenn du der Verkäufer bist, ist irgendwann die Gedulds- und Schmerzgrenze erreicht. Die Grenzen sind je nach Budget fließend. Wer ein Auto für 20.000€ kauft, wird doch etwas genauer hinschauen als beim „Winterauto“ für 1.000€. Mit den folgenden Punkten bist du aber kurz und knackig auf dem richtigen Weg:

 

Fahrfrei.de Checkliste Gebrauchtwagenkauf Download

 

Unterlagen & Abwicklung

Kilometerstand ist nachvollziehbar?
Scheckheft, Rechnungen oder Hauptuntersuchungsberichte sind nachvollziehbar. Wenn dies nicht oder unvollständig der Fall ist, Risiko abwägen und Wertminderung einkalkulieren.

Verschleißteile nicht vernachlässigt?
Wann wurden teure Verschleißteile wie Bremsen, Zahnriemen, Zündkerzen und Batterie zuletzt gewechselt? Wann war die letzte Inspektion? Risiko abwägen und Wertminderung einkalkulieren.

Verkäufer ist identisch mit im KFZ-Brief eingetragenem Besitzer?
Wenn dies nicht der Fall ist, kritisch hinterfragen.

Anzahl der Vorbesitzer überprüfen
War die Angabe im Inserat korrekt? 1-3 Vorbesitzer ist ok, mehr abhängig von Alter, Zustand und Preis. Wertminderung einkalkulieren.

Hauptuntersuchung („TÜV“) gültig?
War die Angabe im Inserat korrekt? Letzten TÜV Bericht auf Mängel prüfen. Läuft der TÜV bald ab, Risiko abwägen und Wertminderung einkalkulieren.

Unterlagen auf Vollständigkeit prüfen
Zwingend benötigt werden: letzter TÜV Bericht, Zulassungsbescheinigung Teil I und II. Optional vorhandene Rechnungen, Scheckheft, Betriebsanleitung und final Kaufvertrag in zwei Ausführungen und alle Schlüssel.

 

Optische Begutachtung

Karosserie in Ordnung?
Insbesondere Radläufe, Schweller und Türkanten auf Rost prüfen. Rundum Lack intensiv anschauen und befühlen, Hinweise auf Farbunterschiede und Klebereste suchen. Bei offengelegten Unfallschäden getauschte Teile und Unterlagen gut prüfen. Details im Kaufvertrag festhalten. Gebrauchsspuren wie Kratzer sind nebensächlich und bestimmen nur den Preis.

Windschutzscheibe in Ordnung?
Risse und große Steinschläge können teuer werden – dank Selbstbeteiligung oder wenn du ein eher günstiges Auto ohne Kaskoversicherung fahren möchtest.

Betriebsflüssigkeiten in Ordnung?
Motorölstand, Bremsflüssigkeit und Kühlflüssigkeit überprüfen. Flüssigkeitsstand zu niedrig, alt oder sensorisch seltsam (Schleimbildung, Geruch): Risiko abwägen und Wertminderung einkalkulieren.

Motorraum und Unterboden trocken?
Mit Taschenlampe auf Flüssigkeitsverlust am gesamten Vorderwagen suchen. Am Motor vorbei auf den Unterboden leuchten und unter dem Auto nach Tropfen oder Flecken suchen. Bei Mängeln erhebliches Risiko.

Zustand der Reifen und Felgen?
Haben die Felgen größere Beschädigungen? Sind Sommer- und Winterräder vorhanden? Alter und Profiltiefe prüfen, Wertminderung einkalkulieren.

Scheinwerfer in Ordnung?
Optische Beschädigungen oder Eintrübungen vorhanden? Wenn vorhanden (Xenon): Funktioniert die automatische Leuchtweitenregulierung (Test: Einschalten vor einer Wand) und Reinigungsanlage.

Bremsanlage optisch in Ordnung?
Bremsbeläge vorne und hinten sichtbar? Bremsscheiben ohne tiefe Riefen und ohne massiven Rostbefall?

Innenraum gepflegt?
Abnutzungsgrad sollte Kilometerstand entsprechen. Sitze, Tasten, Gurte und Pedale sind gute Anhaltspunkte.

 

Probefahrt

Keine Auffälligkeiten beim Motorlauf
Starte den Motor kalt und achte auf Geräusche. Im Leerlauf auf konstante Drehzahl achten und mit warmgefahrenen Motor auch mal Leistung abrufen.

Fahrwerk unauffällig?
Gut auf schlechten Straßen und Bordsteinen (Einfahrten) und Langsamfahrten zu prüfen: Poltern oder Knacken von der Vorderachse oder ein stark vibrierendes Lenkrad weißen auf teure Defekte hin.

Getriebe unauffällig?
Alle Gänge testen. Bei Automatikgetriebe auf sanfte, ruckfreie Schaltvorgänge achten.

Bremsen in Ordnung?
Führe mit Rücksicht auf den Verkehr eine angekündigte starke Bremsung durch und achte darauf, ob das Lenkrad gerade bleibt. Teste die Handbremse an einem Gefälle.

Elektronische Helfer und Ausstattung funktionstüchtig?
Teste vor allem die Klimaanlage, optional auch Einparkhilfe und weiter Ausstattung wie elektrische Sitzverstellung, Sitzheizung und Navigation. Überprüfe wenn vorhanden den Bordcomputer bezüglich Inspektionsdaten.

 

 

 

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