Willkommen auf Fahrfrei.de

Die Plattform für ein spannendes automobiles Leben

Meine automobile Welt

Meine automobile Welt

Meine automobile Welt

Zur Abwechslung soll es zu den eher neutral gehaltenen Artikeln auch regelmäßig Beiträge mit persönlichen Erfahrungen und Eindrücken geben. Diese spiegeln also bewusst die Meinung des Autors wieder. So soll es der Leser mir bitte nicht übel nehmen, wenn ich hier über Marken und Modelle schreibe, die mir besonders zusagen. Oder über diejenigen, die mich nicht reizen weil sie technisch katastrophal sind. Oder fürchterlich aussehen.

Deswegen zitiere ich vorab mit einem Augenzwinkern:

„Geschmack ist nichts als verfeinerter gesunder Menschenverstand“

André-Marie de Chénier (1762 – 1794 (enthauptet), französischer Poet

Der Anfang

Angefangen hat es im Alter von ca. 16 Jahren. Das hat sich ungefähr so zugetragen wie im Artikel Für Autoverrückte bereits dargestellt. Die Moped-Phase ging komplett an mir vorüber. Ganz oder gar nicht, es mussten vier Räder her. In einer Opel-lastigen Familie musste mein erstes Auto, konsequenter Weise ein Opel Tigra, daran glauben: Felgen, Gewindefahrwerk und diverse Umbauten inklusive blauer Tachobeleuchtung wanderten im Tausch gegen ein paar D-Mark ins Auto. Man kann auf den Autotreffen ja nicht so ganz langweilig-serienmäßig daher kommen. Das versenkte Geld wollte beim Verkauf natürlich niemand mehr zurückzahlen. Eine Wertanlage sieht anders aus.

Weiteres Azubi Gehalt wurde dann in einen gerade einmal drei Jahre alten, dunkelroten BMW investiert. Um es vorweg zu nehmen: Das BMW Virus hält bis heute an. Auch wenn der E46 seine Kinderkrankheiten hatte, so hat er mich doch viele Tausend Kilometer mit seinem sahnigen Reihensechszylinder begeistert und mich auch nicht im Stich gelassen. Reparaturen und Verschleißteile waren über die Jahre aber ein großer Kostenfaktor. Ebenso die wieder vorgenommen Umbauten.

Durch das Internet knüpfte ich Kontakte in Communities und endlich konnte man sich mit Gleichgesinnten austauschen. So wird man natürlich auch immer mit neuen Ideen angefixt. Man hilft sich gegenseitig, schreibt bebilderte Anleitungen und trifft sich regelmäßig. Da man die Autos der anderen sieht, wird man angefixt: Man könnten ja auch mal ein neues Modell kaufen. Und ein Sommerauto wäre auch nicht schlecht.

 

Das Virus mutiert

Aus einem nicht mehr ganz nachvollziehbaren Anlass stolperte ich plötzlich über mein neues Ziel: Ich wollte einen Toyota MR2 besitzen. Vor allem deswegen, weil er so toll aussieht. Aber auch ein bisschen aufgrund des Ferrari Feelings (für Arme) mit dem röhrenden Heckmotor. Und im Sommer ein Targa Dach! Da sind einige automobile Träume in einem hervorragenden Preis/Leistungsverhältnis enthalten. Irgendwie steckte auch immer ein kleiner Japaner Virus in mir. Der MR2 war früher schon ein Traum und heute oft gesuchte Youngtimer wie der Nissan 300ZX oder Mitsubishi 3000GT haben mich als Kind begeistert.

Nachdem ich dann endlich zufällig an eine zweite Garage kam, konnte die Suche losgehen. Für einen wirklich guten Preis habe ich 2007 zugeschlagen:

Das Auto war ein wenig verbastelt und hatte Pflege verdient. Vermutlich habe ich es davor gerettet, mittelfristig den Weg in den Schrott zu finden. Zuhause stellte ich dann allerdings doch fest, dass die Basis in hervorragendem Zustand war. Ich versetzte das Auto zurück in den (zeitgenössischen) Originalzustand und brachte es technisch in Schuss. Seitdem fahre ich es bis heute im Sommer regelmäßig für ein paar Hundert Kilometer. Das Auto ist mir so ans Herz gewachsen, dass ich es ziemlich auf die Spitze treibe: Der MR2 wird nur im Trockenen bewegt. Er soll in wenigen Jahren sein H-Kennzeichen erhalten. Unglaublich, dass das Auto in Kürze 30 Jahre alt wird.

 

Neue Erkenntnisse

Langsam kam ich auf den Trichter, dass das Autofahren tatsächlich zu den größten Kostenfaktoren im Haushalt gehört und rechnete ein wenig herum. Konsequenz: Den BMW habe ich mit einem recht guten Restwert verkauft, bevor die Preise nochmal deutlich gefallen wären. Als Ersatz startete das erste Autogas Projekt. Da klar war, dass man ein Auto mit LPG Umbau lange fahren sollte, suchte ich erstmals gezielt nach sparsamen und besonders zuverlässigen Autos.

Wieder landete ich bei BMW. Ein unverwüstlicher E36 Compact wurde bei Kilometerstand 112.000 auf Autogas umgerüstet. Das Gefühl, für gute 30€ vollzutanken, ist gigantisch. Die Benzinpreise waren zu der Zeit extrem hoch und Autogas Umrüster hatten Hochkonjunktur. Es lief alles glatt! Das Auto war zwar unspektakulär und aus heutiger Sicht auch nicht mehr ganz zeitgemäß (insbesondere in Hinblick auf Crash-Sicherheit) aber der Kleine lief und lief und lief. Er brauchte nur Verschleißteile.

Mit Kilometerstand 270.000 hat er schließlich nochmal einen Käufer gefunden. Auf Autogas umgerüstete Autos lassen sich teilweise auch mit sehr hohen Kilometerständen noch gut verkaufen. Das Plus am Ende der Rechnung war gigantisch! Die Differenz gegenüber den Betriebskosten mit Benzin wurde in ein moderneres Auto investiert. Der Audi A4 B7 war bereits beim Vorbesitzer auf Autogas umgerüstet worden, der Kaufpreis war trotzdem nahezu auf Normalniveau – insofern musste der Umbau nicht einmal mehr „reingefahren“ werden.

Aber nicht immer war es nur langweilig und kostenorientiert: Mit dem Toyota MR2 und dem späteren Toyota GT86 hatte ich zwischenzeitlich zwei sportliche Autos zur Verfügung, was mein Interesse am Rennsport weckte und mich bis heute ab- und zu auf die Rennstrecke treibt. Ein Hobby, welches definitiv noch vertieft werden darf – es macht einfach ungeheuren Spaß, Autos am Limit zu bewegen.

 

 

 

Die Abstände werden kürzer

Während die Gasautos über die Jahre einfach problemlos ihren Dienst verrichteten, trieb das Virus weiter sein Unwesen. Mein Interesse war geweckt. Ich wollte einfach diverse Marken und Modelle ausprobieren und stellte eher zufällig fest, dass eine kurze Haltedauer den Vorteil mit sich bringt, dass in der Zeit praktisch kein Wertverlust spürbar ist. Zumindest nicht für Modelle, die wenige Reparaturen mit sich bringen und die auf dem Markt beliebt sind. So fuhr ich mich mit dem Drittwagen durch die automobile Welt. Im Gegenzug zu den sogenannten „Fanboys“ bleibe ich eher markenoffen. Ich kann vielen Herstellern etwas abgewinnen. Eher zufällig landete ich meistens bei deutschen oder japanischen Herstellern. Ich war auch völlig offen in Bezug auf den Verwendungszweck. Ob Kombi, Coupé oder Limousine – sportlich oder bequem. Ich nahm, worauf ich Lust hatte.

So ging der Weg beispielsweise über Mini Cooper S, Mazda 6, Audi TT quattro, Audi A4, Audi A8, diverse 3er, 5er und 7er BMWs (alle mit dem erwähnten Sechszylinder), Ford Mondeo, Mercedes E-Klasse und Toyota GT86. Durch diese Käufe wuchs die Erfahrung. Die Fehler wurden weniger. Ich verstand den Gebrauchtwagenmarkt besser und lernte, welche Kriterien wichtig waren, um Kosten und Risiken zu minimieren. Inzwischen liegen sie nahezu bei Null.

Meinen automobilen Weg könnt ihr bei Interesse auf dem Fahrfrei Instagram Account verfolgen.

Der Reiz des Neuen und der Stellenwert des Autos hat über die Jahre zwar etwas nachgelassen. Dafür ist der Reiz, immer Autos mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis zu fahren, größer geworden. Das brauchte mich auch zu der Idee, dieses Wissen auch weniger autoverrückten Personen zu vermitteln.

 

Optik und Technik spielen eine Rolle

Auch wenn ich markenoffen bin und mich nicht auf die Karosserie festlege: Ich habe einen Faible für Fahrfreude und hochwertige Anmutung. So kann ich mit manch einem Japaner nichts anfangen, weil es mich beim Innenraum gruselt. Und Volkswagen haut mich nicht vom Hocker, weil ein dreifach aufgeladener 3-Zylinder mit Frontantrieb auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Nur um mal grob den Rahmen zu stecken. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Auch dank der Entdeckung des sportlichen Autofahrens mag ich den dynamischen Heckantrieb lieber als einen überforderten und untersteuernden Frontkratzer. Downsizing ist für Augen und Ohren schade und unsinnig. Manchmal sogar für die Umwelt. Schon vor dem Dieselskandal habe ich nie einen besessen. Solange man kein extremer Vielfahrer ist, spricht aus meiner Sicht wenig für einen Diesel. Es gibt bessere und angenehmere Alternativen.

In dem Zusammenhang freue ich mich auch auf neue Technologien. Ich kann zwar Leute verstehen, die an einem schönen V8 Sound hängen und sich die alte Welt zurückwünschen. Aber wir werden nicht stehen bleiben. Auch der Elektromotor bietet neue Fahrerlebnisse.

 

Meine persönliche To-Drive Liste

Ich kann mich nach wie vor quer Beet absolut begeistern für sportliche, moderne, klassische, bequeme, seltene oder einfach nur hübsche Autos. Die innerliche muss-ich-noch-fahren-Liste wird nicht kleiner. Es spielt auch keine Rolle, ob die Autos 2.000€ oder 20.000€ kosten. Oder ob sie 5 Liter oder 12 Liter verbrauchen. Ich kann allen etwas abgewinnen. Hier ein kleiner Auszug von den Autos, deren Marktwert ich regelmäßig überprüfe und die ich hoffentlich in Zukunft noch bewegen kann:

– Audi A7
– Audi A6
– Audi TT
– BMW 5er F10
– BMW 130i
– BMW 135i
– BMW Z4
– Honda Civic
– Lexus ct200h
– Lexus IS250
– Mercedes CLS
– Nissan 370Z
– Porsche Cayman
– Toyota Prius
– Diverse Youngtimer

 

 

Wenn dir der Artikel gefällt, teile ihn: