Auch wenn die Grundprinzipien des Fahrfrei Konzepts immer die gleichen sind, kann es beim Ergebnis und bei den Zielen, die du verfolgst, Abweichungen geben. Das liegt an deinen ganz persönlichen Präferenzen. Bevor du also startest, mache dir ein paar Gedanken zu den folgenden Punkten. Denn von diesen Fragen hängt generell ab, mit welchen Kriterien du dich in die Suche stürzt.

1. Möchte ich einfach nur ohne Wertverlust unterwegs sein, egal welcher fahrbare Untersatz?
2. Möchte ich Autos als Kapitalanlage und Gewinnchance sehen und auch alle Nebenkosten abdecken?
3. Möchte ich meine automobilen Träume erfüllen?

Wenn du dich festlegen kannst – gut. Dann springe unten zum entsprechenden Punkt und lege deine Strategie darauf aus. Du musst dich aber nicht festlegen. Vielleicht seid ihr mehrere Personen im Haushalt und könnt mehrere Punkte abdecken. Ich stelle an mir selbst fest, dass ich regelmäßig zwischen 1 und 3 schwanke und je nach Anforderung, Lust und Laune entscheide. Oder ich verfahre mit dem ersten Auto im Fuhrpark nach Punkt 1 und mit dem zweiten nach Punkt 2 oder 3.

Warum ist es wichtig, dir darüber Gedanken zu machen? Du brauchst ein Ziel. Du musst vor allem festlegen, nach welchen Kriterien du die Gebrauchtwagenbörsen durchstöberst. Ich versuche, es noch ein bisschen greifbarer zu machen: Typ 1 kauft einen TÜV Mängelzwerg und/oder zum Beispiel ein Auto mit LPG Gasumbau und fährt und fährt und fährt… will aber sonst mit Autos nichts zu tun haben. Typ 2 ist der Schnäppchensucher, der auch mal gerne selber schraubt und Autos wieder so herrichtet, dass sie beim Verkauf ein gutes Bild machen. Außerdem probiert er gerne neue Dinge aus und möchte wirklich kostenlos oder mit Gewinnchance Auto fahren. Typ 3 begeistert sich für tolle Technik, viele Pferdestärken und Image. Er verzichtet auf den letzten Euro, hat aber ein äußerst erfülltes Autoleben.

Die Wahrscheinlichkeit, das Fahrfrei-Prinzip konsequent umzusetzen und tatsächlich kostenlos Auto zu fahren, ist als Typ 2 am größten. Typ 1 und 3 sind entweder zu faul, oder zu emotional um die effektiven Kaufkriterien ohne Einschränkungen anzuwenden. Das ist gar nicht böse gemeint. Alle Ziele haben ihren Reiz und mit allen wirst du keinen bis wenig Kostenaufwand haben.

Betrachten wir die Typen näher:

 

Typ 1: Möchte ich einfach nur kostenneutral unterwegs sein, egal welcher fahrbare Untersatz?

Du bist der Typ „Autos sind für mich ein Fortbewegungsmittel von A nach B“ – also nur Mittel zum Zweck. Du möchtest einfach nur ein praktisches Gefährt, welches möglichst wenig kaputt geht und unterm Strich keinen Wertverlust mit sich bringt. Natürlich soll das Auto gleichzeitig praktisch und komfortabel sein. Die beste Strategie lautet hier: Unauffällig sein! Wähle aus den Top-Five einen Zuverlässigkeitskönig, fahre ihn bis du Lust auf etwas Neues hast, oder dir ein weiteres Schnäppchen über den Weg läuft – und dann von vorne. Wenn du nicht gerne regelmäßig dein Auto wechseln willst, dann finde ein Auto, welches extrem günstig im Unterhalt ist.

 

Typ 2: Möchte ich Autos als Kapitalanlage und Gewinnchance sehen?

Du bist generell ein bisschen Autointeressiert. Deine Chance steckt im Einkaufspreis oder in der Wertentwicklung. Du siehst das Auto als Investmentchance oder stöberst jede Woche in den Gebrauchtwagenplattformen nach Schnäppchen. Du möchtest im Idealfall durch dein Handeln auch noch Nebenkosten wie Steuer, Versicherung und Kraftstoff abdecken. Für dich kommen alle Top-Five Kategorien in Frage. Suche dir einfach Autos aus, an denen du Spaß hast oder in denen du Entwicklungspotential siehst und suche dir nach 6-12 Monaten etwas Neues.

 

Typ3 : Möchte ich meine automobilen Träume erfüllen?

Du bist total Autoverrückt, technikaffin und vielleicht auch markenoffen. Dein Investmentbudget ist etwas höher. Trotzdem kannst du die Autos wertverlustfrei und mit Gewinnchance fahren. Wähle aus den Top-Five am besten aus der Kategorie Wertstabile Klassiker mit Potential.

 

Budget

Du musst dir auch im Klaren darüber sein, über welches Budget du verfügst. Das ist aber auch nur wichtig, um die Suchkriterien korrekt zu setzen. Ob Typ 1, 2 oder 3 ist in der Regel keine Budgetfrage. Zumindest nicht unter dem Umstand, dass ein automobiler Traum ein Ferrari oder Bugatti sein muss. Insbesondere in diesem Umfeld gibt es ebenfalls große Chancen für kostenloses Autofahren. Das übersteigt aber die Ziele dieser Plattform, da es dann zu stark in den Bereich Spekulation und Risiko geht. Wer weiß, was ein Zahnriemenwechsel an einem Ferrari kosten kann, weiß was ich meine. Also bleiben wir auf dem Boden, und somit in einem Rahmen von ca. 1.000€ bis 40.000€.

 


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